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Chronik

22.-25.08.2019, Langstrecke

Bericht von Hartwig:

Teilnehmer:
- Anja
- Otto und Finn
- Martin und Christian
- Klaus und Thomas
- Thorsten und Maya
- Florian und Mabel
- Peter und Friedrich
- Jochen und Ralf
- Thomas und Hartwig
- Jörg und Jakob

Leute, Leute, Leute, Leute, wir können euch was erzählen…

Aber bevor wir anfangen:
Anja, ganz vielen Dank für die Vorbereitungen, fürs Einkaufen, Organisieren und für deine irre viele Zeit, die Du für diese Tour geopfert hast und natürlich für das Durchhalten bei dem ganzen dusseligen Gesabbel, welches du dir anhören musstest. Teilweise muss es nicht auszuhalten gewesen sein, alten, gebrechlichen, senilen und großteils über 40 jährigen Seglern zuzuhören. Und manchmal haben sie Dich nicht ausreden lassen, sind dir einfach über den Mund gefahren. Sind schon so alt und haben immer noch keine Manieren.
Wirklich, ehrlich: ganz, ganz vielen Dank!!

Aber jetzt zur eigentlichen Story:
Am Donnerstag trafen sich 7 Cat-Crews in Holnis zur Abfahrt zur 20. Dänemark Langstrecke des CCFF. Pünktlich ging es mit deutlicher Verspätung los. Florian und Mabel warteten schon am Strand von Kaegnes, Thomas und Hartwig kamen auch dazu. Diese sind schon mal vorher zum Warmsegeln 4 Tage in der Ostsee rumgeschippert, ihren Erzählungen nach segelten sie in dieser Zeit von Rotterdam nach Shanghai, Bali rauf nache Azoren, rüber auf den Äquator rauf, Balearen, San Franzisko, allewärts.

Am Strand von Kaegnes gab es die erste Lagebesprechung. Wie üblich begann als erstes Claus mit den Wind- und Wettervorhersagen, die aus seinen geheimen Wetternachrichten ("Keiner kann an die Daten kommen - außer Putin vielleicht") stammten. Aber: er hatte wie immer recht! Allerbestes Wetter vorhergesagt und das für alle Himmelsrichtungen.

Otto erklärte nur kurz die grobe Richtung: Fünen- im 20. Langstreckenjahr zum zweiten Mal rund Fünen. Ein Jubilieren mit höheren Tönen raunte von den Anwesenden. Viel Zeit bei so einer langen Strecke für Sabbelei war nicht und die Gruppe hielt Kurs auf die Durchfahrt zwischen Alsen und Aerö.

Der Wind war, wie von Claus "Kachelmann" vorhergesagt, gut und nahm im Laufe des Tages kräftig zu. Vom Schwitzen, die Schoten dicht zu ziehen, hatten einige Teilnehmer die Schnauze voll und suchten zwischenzeitlich eine Abkühlung im Wasser, um festzustellen, dass das Wasser nass war. Mit diesem Wind konnten gut Meilen gemacht werden. Das ein oder andere Malheur musste zwischendrin noch ausgebessert werden (gebrochene Anlenkstange bei uns, verlorene Pinne auch bei uns, gerissene Trapezgummis und und und). Vielleicht sollten wir es hier nochmal deutlich aussprechen: Vorschoter, bleib mit den Füßen am Schwimmer! Aber: all das konnte uns nicht aufhalten und so erreichten wir abends den Strand von Vejlby Fed. Dort erwartete uns Anja mit dem Slipwagen, auf dem Zeltplatz mit fertig gemachten Matjesbrötchen (Jochen: vielen Dank fürs Mitbringen) und Bier. Unglaublich, was Anja alles für diese wie auch jede weitere Ankunft vorbereitet hat. Nachdem alle ihre Zelte geordnet/ungeordnet aufgebaut hatten, gab es zum Abendbrot traditionell Nudeln mit Bolognese. (natürlich von wem auch sonst vorbereitet und mitgebracht: Anja! ).

Am Freitag waren alle ein wenig geschafft und so segelten wir ein wenig später los. Bei wiederum gutem Wind ging es weiter um Fünen bis Skabohuse. Mit Spi oder auf Halbwind ging es flott voran. Wie immer gab es nahe der Küste ordentliche Böen - gell Martin? Aber passiert ist nix was nicht schnell repariert werden konnte.

Abends gab es Curry-Reis (von wem vorbereitet? Natürlich von Anja und Biestern (Kindern)). Einige Hartgesottene nutzten diesen Abend noch lange, um bei alkoholischen Getränken über den Verfall ihres Körpers zu philosophieren (was können über 40 Jährige auch sonst, als sich 24 Stunden lang am Tag darüber Gedanken zu machen). Auch wurden heldenhaft errungene blaue Flecken von der Fahrt stolz gezeigt, wobei Thomas am lautesten heulte und Angst hatte, dass wenn er als Prof. nicht mehr gebraucht wird, sein Plan B als Fußmodel arbeiten zu können mit diesen blauen, grünen, gelben Flecken sein Ziel nicht mehr erreicht werden kann. (Thomas, wir müssen dir leider ehrlicherweise sagen, dass es bei deinen Füßen auch nur zum Model für Bauernsandalen gereicht hätte). Auch das Gejammere am nächsten Morgen "wenn ich gestern Abend gewusst hätte, wie gut Wasser schmeckt, hätte ich den Teufel Alkohol nicht angefasst" war für die anderen braven Segler fast unerträglich.

Der 3. Tag war - nachdem man beim Frühstück noch über verschiedene Wettervorhersagen, now time - Wetteraussagen rätselte, windmäßig bescheiden. Die vorhergesagten 3 - 4 Windstärken waren überall, nur nicht bei uns und so wurde die vorgesehene Strecke verkürzt. Wir landeten bei Schwachwind in Thurø By. Auf dieser Strecke sollte sich endlich mal das Sprichwort "die Letzten werden die Ersten sein" bewahrheiten. Während viele am Ziel vorbeisegelten, konnten die Trutschen ihr wahres Können zeigen und unter den Ersten sein. Hier erwarteten uns Gelie und Anja. Gelie hatte Grillfleisch und Quellwasser aus Glücksburg mitgebracht. Wiederrum war ein ausgezeichneter Zeltplatz ausgesucht worden. Bei Gegrilltem wurde noch einige Zeit über alte Heldengeschichten erzählt, wobei sich herausstellte, dass die "Flensburger" kein langes Stehvermögen an diesem Abend hatten.

Am nächsten Tag wurde das Frühstück zeitig eingenommen - der Weg war mit etwa 52 Meilen für den 4. Tag noch lang und es schien, dass an diesem Tag der Wind nicht für Alle vorgesehen war. Bei sehr geringem Wind, der klaren Ansage "der Weg ist das Ziel" und der bangen Frage "schaffen wir es heute überhaupt noch" legten wir in Thurø ab. Dass der Wind nicht mitspielte lag an der verdammt guten Verpflegung während der letzten Tage und dass jedes Mal alles verschlungen wurde. Peter und Schotte verabschiedeten sich schon bald in Richtung Kiel, während die Anderen mit der Flaute haderten. An diesem Tag hätten die Schotten eigentlich das Bundesverdienstkreuz für die elendig lange Zeit an Bord mit dem Rudergänger bekommen müssen, weil sie in das Leben dieser, für die die Sonne niemals scheint, ein Fünkchen Hoffnung getragen haben. Gegen 22:00 Uhr erreichten auch die Letzten Holnis (wenn auch mit der Hilfe des ccff Motorbootes) und das Motto die Letzten werden die Ersten sein passte wieder nicht.

Es war - wie immer - eine verdammt gute Tour, die Allen sauviel Spaß gemacht hat.

Was bleibt übrig als den Organisatoren vielen, vielen Dank zu sagen.

Fotos Jörg:

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