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Chronik

17.-19.09.2017, Langstrecke

Bericht von Edda:

Donnerstag, 17.8.2017
Um 10:15 Uhr (Startverschiebung ab 9:00 Uhr) legen wir in Holnis bei Sonnenschein und Windstärke 3-4 ab. Auf Amwind-Kurs geht es los Richtung Sonderburg. Dort treffen wir auf Florian & Gudrun. Um 12:01 Uhr erfolgt das Brückenmanöver - alle kommen gut durch. Mit Gennaker geht es - nach einer kleinen Pause - weiter nach Middelfart. Auf dem Weg dorthin übt das eine oder andere Boot kentern und Klaus teilt sein Großsegel an der klassischen Stelle über der zweiten Segellatte. Mit Regen erreichen wir das Segelheim von Middelfart. Hier ist viel los (Kinder- und Jugendsegeln). Aufgrund der Wetterlage dürfen wir im Segelheim schlafen - wie schön (einige ziehen das Zelten trotzdem vor). Bis zum Essen läuft schon das Fass Flensburger Bier, an Schnaps und Wein darf es auch nicht fehlen. Als Zwischensnack gibt es Matjes mit Brot (ein herzliches Dankeschön an Jochen!). Zum Abendessen gibt es traditionell Nudeln mit Bolognese. Nach dem Essen zieht sich die Jugend zum Schlafen frühzeitig zurück - zur Verwunderung der "Alten". Diese harren noch länger bei Bier, Wein und Rum aus.

Seemeilen: 60
Max. Speed: 20 Knoten

Freitag, 18.8.2017
Nach einem ausgiebigen Frühstück (mit hervorragender Kaffee-/Tee-Versorgung durch Thomas&Hartwig) geht es um 10:30 Uhr zur Brücke von Middelfart und dem weißen Leuchtturm ("nur mal gucken"). Das Brückenmanöver will bei diesem Strom gekonnt sein!
Danach geht es auf Amwind-Kurs wieder gen Süden - Ziel Fynshavn. In Årøsund gibt es nur eine kurze Pause, laut Windvorhersage soll der Wind nachlassen. Mit Kurs 150 Grad (und Hinweis auf ein Untief) legen alle Boote ab. Der Wind ist noch gut, lässt aber dann wie angekündigt nach. Über Als baut sich eine Gewitterfront auf. Jörg & Anne-Marie können den Speed nicht halten und fallen zurück. Tim & Britta kehren zu ihnen um. Die restliche Mannschaft nimmt wieder Kurs 150/158 Grad.
20:00 Uhr: der Wind ist weg und das Ziel noch weit entfernt. Der eine oder andere greift zum Paddel (vorher zum Gennaker). Ein Donner ist zu hören, ein Blitz zu sehen. Jörg & Anne-Marie schwenken ab und gehen an einem Campingplatz an Land. Die restliche Mannschaft kann nun mit aufkommenden Wind (Doppeltrapez und Amwind-Kurs) wieder Meilen machen. Es wird dunkel, Starkregen drückt die Wellen platt. Nun unter Gennaker mit getrübten Blick auf das rote Leuchtsignal der Mole von Fynshavn geht es im Dunkeln weiter. Weiße Rümpfe zischen über das dunkle Meer - surreal. Die Regenschauer nehmen uns die Sicht auf die Befeuerung an Land. Aber zum Glück steht Anja im strömenden Regen am Strand leuchtet uns den Weg! Alle verbleibenden Boote kommen bis 22 Uhr an. Was für ein Erlebnis!
Mit Reste-Essen und Matjes-Brötchen (nochmals herzlichen Dank an Jochen!) nehmen alle das Nachtmahl oben auf der überdachten Terrasse von Fynshavn ein. Auch hier dürfen wir im Segelheim schlafen (und die Harten zelten wieder). Zu später Stunde fallen alle in den Schlaf (im Glauben, dass morgen wegen Starkwind ein segelfreier Tag ist).

Seemeilen: 40
Max. Speed: 16kn

Samstag, 19.8.2017
Aufgrund der Aussichten wird entspannt auf der Terasse gefrühstückt. Erste Winddaten: 26 Knoten am Leuchtturm Kegnæs. Wir sind uns einig, heute bleiben wir an Land. Jörg holt sein Boot noch vom Campinglatz und Thorsten fährt mit Björn nach Holnis (heilen Trockenanzug und Ersatztampen holen). Währenddessen stellt sich heraus, dass Martin mit seinem Knie nicht mehr auftreten kann. Björn bringt daher kurzerhand seinen Trailer mit. Die Rückfahrt von Martin & Bele ist somit gesichert.
Ein Segler (den Namen hält die Redaktion bewusst zurück ??) stellt inzwischen fest, dass die Wettervorhersage sich geändert hat und doch noch heute gesegelt werden kann. Morgen soll der Wind weiterhin relativ stark sein. Es wird beschlossen: 15 Uhr Abfahrt nach Holnis ohne Pause in geschätzten 4 Stunden. Britta sitzt etwas auf Kohlen. Sie muss bis 20 Uhr in Holnis sein, ihr 3-wöchiger Urlaub beginnt dann. Eigentlich sollte Kai für sie ab Fynshavn segeln. Nun ist aber alles anders.
Vor dem Ablegen noch kurz ein Briefing: Bei Unwetter beidrehen und immer darauf achten, dass alle Boote zusammen sind.
Das Ablegemanöver findet pünktlich statt (Martin & Bele bauen währenddessen ihr Boot ab). Schon bald ist klar, der Wind ist in Böen noch recht stark. Im Doppeltrapez bei Halbwind (wer es kann) geht es mit Kurs Kægnes los. An der Südspitze von Als geht es im Doppeltrapez auf Amwind-Kurs Richtung Holnis. Die See ist hoch und recht ruppig. Edda und Björn sehen auf einmal Klaus & Thomas nicht mehr, die bisher hinter ihnen segelten, und drehen bei. Martin wird telefonisch informiert. Eine tiefschwarze Wand tut sich Steuerbord auf: Kurz darauf bricht das Unwetter los (Kieler Leuchtturm 16 Uhr: Grundwind 27 Knoten, in Böen 37 Knoten). Alle liegen beigedreht, auf den ersten Blick nichts passiert - wo ist Klaus? Weiter im Doppeltrapez auf Amwind-Kurs: Da tauchen Klaus & Thomas unter uns in der Tiefe auf - ein Glück! Dafür hat das Großsegel von Jörg & Anne-Marie ein Riss (3. Latte von oben). Björn informiert Martin: Klaus wieder da, Jörg muss in Dänemark an Land. Die Telefonkette funktioniert. Anja, die schon auf dem Weg Richtung Holnis war, kann Jörg & Anne-Marie aufsammeln.
Weiter geht es mit der restlichen Mannschaft Richtung Holnis. Beim Leuchtturm werden die Wellen ruhiger, lange Schläge gehen auf die Füße. Wieder bahnt sich ein Unwetter an - alle drehen bei. Ein wunderschöner Regenbogen tut sich hinter uns auf - man kann ihn leider nicht so genießen. Weiter geht´s! Das nächste Unwetter kommt. Alles wie gehabt. Abwettern Sonderborg quer ab. Langsam nerven die Gesichtspeelings. Weiter Richtung Holnis Gegen 19 Uhr treffen wir ein! Glücklich und froh, es geschafft zu haben.

Seemeilen: 30
Max. Speed: 16 Knoten

Die Auswärtigen bauen gleich ihr Boot ab (bis auf Edda & Björn). Danach geht es hoch zum Ferienhaus von Anja & Thorsten. Das geplante Abendessen (Reis mit Curry - wieder lecker zubereitet vom Chefkoch Tim ) wird hier in gemütlicher und fröhlicher Runde verspeist. Anschließend machen sich Jochen & Ekkehard sowie Thomas & Hartwig auf den Heimweg. Alle anderen genießen den tollen Blick von der Terrasse, die vielen zu berichtenden Erlebnisse und die Getränke!

Ein herzliches Danke-Schön an Anja & Thorsten für ihre Gastfreundschaft und Herzlichkeit und überhaupt!!!!

Sonntag, 20.8.:
Ruhetag, vielleicht hätten wir ja am Sonntag die Windhose auf See noch erleben dürfen?!

Zitat Klaus: "Von allen Langstrecken war dies die anspruchsvollste und kürzeste, die gesegelt wurde."

WIR ALLE WAREN DABEI:
Klaus & Thomas: bei 150 Grad kommt irgendwann auch ein Untief
Jochen & Ekkehard: unter Land ist immer Wind
Peter & Mabel: Immer eine Handbreit Wasser unterm Rumpf (oder auch (zwei-)mal abgetaucht)
Edda & Björn: immer für einen Stunt gut
Jörg & Anne-Marie: tapfer mitgehalten und alles gegeben bis das Material nachgab
Florian & Gudrun: das Brückenmanöver in Middelfart will gelernt sein (beim ersten Anlauf stehen geblieben ??)
Tim & Britta: die mit Admiralswimpel und Spifall kämpften
Thomas & Hartwig: an Bord mit Hartwig gibt es immer geistreiche Gespräche und Platzzuweisungen für die Crew
Thorsten & Maya: mit Tochter im Trapez auf und davon
Martin & Bele: alles mit vollem Einsatz gesegelt (ab Fynshavn Knie defekt und Abbruch)
Anja: zeig uns Dein Licht mit der Taschenlampe und wir folgen Dir

Fotos von Peter, Thomas & Tim:

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